Wie wird Kaffee geröstet?

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at date 29-11-2021
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Wie wird Kaffee geröstet?
Wie wird Kaffee geröstet?

Kaffee rösten

Bei hohen Temperaturen erfahren die Kaffeebohnen eine faszinierende Metamorphose. Schon die kleinste Rohbohne enthält rund 2.000 chemische Substanzen. Während des Röstvorgangs werden diese Stoffe umgewandelt, wobei neue aromatische Verbindungen entstehen. Die Bohnen verlieren ihre Feuchtigkeit, nehmen ihre beliebte warm-braune Farbe an und werden größer. Der Zeitpunkt des Röstens ist wichtig, denn wenn man die Bohnen etwas länger oder kürzer röstet, wird der Kaffee anders schmecken, als man es eventuell beabsichtigt hat.

Warum Kaffee rösten?

Kaffeebohnen entfalten ihr wahres Aroma erst nach dem Rösten. Rohe Kaffeebohnen sind praktisch geschmacks- und geruchsneutral. Sie können gerösteten Kaffee im Supermarkt oder in einer Rösterei kaufen, aber Sie können die Kunst des Röstens auch selbst erlernen. Das hat den Vorteil, dass Sie immer den frischesten Kaffee im Haus haben! Wenn Sie Ihren eigenen Kaffee rösten, haben Sie die Möglichkeit, ein einzigartiges Geschmackserlebnis zu schaffen.

Probieren Sie verschiedene Röstprofile aus und finden Sie heraus, was Ihnen am besten gefällt. Beim Röstprofil werden Temperatur und Röstdauer festgelegt. Je länger die Kaffeebohnen erhitzt werden, desto dunkler wird die Farbe und desto stärker der Geschmack.

Der Prozess der Kaffeeröstung

Während des Röstvorgangs verwandelt sich die kleine, grüne, geruchlose Kaffeebohne in eine größere, kaffeebraune, verführerisch duftende Bohne. Wie wird Kaffee geröstet und welche Metamorphose erfährt die Kaffeebohne? 
 
Die Bohnen werden in die beheizten, rotierenden Trommeln geschüttet und der Röstprozess beginnt. Nach etwa zwei Minuten haben die erhitzten Bohnen viel Feuchtigkeit verloren und beginnen sich zu verfärben.  
 
Fünf Minuten nach Beginn des Röstvorgangs nehmen die Bohnen eine hellbraune Farbe an und dehnen sich langsam aus. Nach acht Minuten geschieht etwas Bemerkenswertes: Die Bohnen platzen, weil sie den letzten Rest an Feuchtigkeit verloren und sich ausgedehnt haben. Das Knacken klingt wie das „Plöpp“ beim Popcorn und wird auch „First Crack“ genannt.  
 
Zehn Minuten nach Beginn des Röstvorgangs haben die Bohnen den leichten Röstgrad erreicht. Dieser wird auch als Cinnamon Roast (Zimtröstung) bezeichnet. Der Röstvorgang wird hier beendet, wenn ein fruchtiger Kaffee mit hohem Säuregehalt gewünscht wird. 
 
Der Kaffeeröster kann den Röstvorgang jedoch auch fortsetzen. Nach 13 Minuten beginnt der Zucker im Kaffee zu karamellisieren. Zahlreiche chemische Verbindungen in der Kaffeebohne werden umgewandelt, wodurch der Kaffee mehr Geschmack entwickelt.  
 
15 Minuten nach Beginn der Röstung hat der Kaffee den mittleren Röstgrad erreicht. Zur mittleren Röststufe zählen American Roast (erhitzt auf 210 Grad), City Roast (erhitzt auf 219 Grad) oder Full City Roast (erhitzt auf 225 Grad). 
 
Möchte der Kaffeeröster einen sehr bitteren Kaffee erzeugen? Dann kann er noch eine Weile weitermachen. 18 Minuten nach Beginn des Röstvorgangs hört er den „second crack“. Es treten Öltröpfchen aus der Kaffeebohne und die braune Farbe wird nun sehr dunkel.  
 
Es gibt verschiedene Bezeichnungen für die dunkle Röstung (Dark Roast). Der Vienna Roast (bei 230 Grad erhitzt) ist der hellste, der French Roast (bei 240 Grad erhitzt) ist etwas dunkler und der Italian Roast (bei 245 Grad erhitzt) ist fast schwarz und sehr bitter im Geschmack.  
 
Nach der Abkühlung und Entgasung erreichen die Bohnen ihren vollen Geschmack. Nach sechs bis acht Wochen verflüchtigt sich das Aroma allmählich. Kaufen Sie daher immer frisch geröstete Kaffeebohnen für ein optimales Geschmackserlebnis. 
 
Sind Sie begeistert und wollen Sie alle Röstgrade probieren? Dann bestellen Sie sich verschiedene Kaffeesorten und finden Sie Ihren neuen Favoriten!